Willkommen bei der Guernica-Gesellschaft e.V.

Geschichte - Aufgaben - Ziele

Die Guernica-Gesellschaft wurde 1985 mit dem Ziel gegründet, zur Erforschung der antifaschistischen Kunst und Antikriegskunst beizutragen. Die wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich zu Beginn auf die Dokumentation der oppositionellen Kunst der 1930er und 1940er Jahre in Deutschland. Als Ergebnis dieser Arbeit liegt eine umfangreiche Datenbank zu den in dieser Zeit verfolgten und emigrierten Künstlern und der Rezeption ihrer Werke nach 1945 vor.

Inzwischen werden nicht mehr nur die Zeugnisse der Opposition gegen den Faschismus dokumentiert, sondern die künstlerischen Verhältnisse unter den Bedingungen des Nationalsozialismus und des europäischen Faschismus in all ihren Erscheinungsformen in den Blick genommen. In erweiterter Perspektive geht es um die Erforschung der politischen Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Aktuelle Information

Kritische Selbstverständnisse. Ein Podium zum Stand der Kunstwissenschaft

Herzliche Einladung zur Buchvorstellung an der Akademie der bildenden Künste Wien

Termin: 12.11.2026, 18 Uhr (ct) bis 19:30 Uhr
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz, Mezzanin, M13a

Mit Sebastian Hammerschmidt, Isabelle Lindermann, Lotte Püttmann, Thorsten Schneider, Ruth Sonderegger.
Moderation tba

Wie politisch sind Kunstwissenschaft und Kunsttheorie? Was genau bedeutet dies im Selbstverständnis einer kritischen Wissenschaft? Und wie zeigt sich die politische Haltung von Forscher*innen und akademischen Lehrer*innen in ihrer Praxis?

Das Jahrbuch Kunst und Politik der Guernica-Gesellschaft mit dem Schwerpunkt: "Die (Ent-)Politisierung der Kunstwissenschaft" (Bd 27/2025) fragte nach deren marxistischen Traditions- und Fluchtlinien seit 1968. Der Band versammelt Positionen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Kontexten, Arbeitsverhältnissen und Forschungsperspektiven, die das Interesse an einer theoretisch fundierten, politisch motivierten und kritisch intervenierenden Kunstwissenschaft- und theorie eint. Die Herausgeber:innen unterstreichen die Notwendigkeit, über den heute „fast schon unvermeidlichen Konsens“ selbst mit aller Gewissheit politisch zu sein, hinauszugehen, um dies nicht „zum reinen Lippenbekenntnis werden zu lassen“. Es geht darum, nach dem aktuellen politischen Potenzial dieses Selbstverständnisses zu fragen und es für kritische Gegenwartsdiagnosen zu nutzen.

Das Buch Ideologiekritik der Kunstgeschichte. Genealogie eines Selbstverständnisses nach 1968 zeichnet die institutionellen und gesellschaftlichen Relationen, Wissensordnungen, Sprecher:innenpositionen, Aussagemodalitäten und Handlungsoptionen, die im Nachkriegskontext der BRD (und Ansatzweise Österreichs) zum Selbstverständnis dieser kritischen Wissenschaft führten. So wird das Ringen um ein kritisches Selbstverständnis wieder sichtbar gemacht, das bei Weitem nicht homogen und konfliktfrei ist. Auch hier wird die Pluralität wissenschaftlicher Praxis stark gemacht und auf Einwände und Reformulierungen fokussiert, um Zugänge für eine aktuelle Kritik zu öffnen, die der Entleerung des Begriffs der Kritik entgegenwirkt.

Eine Online-Teilnahme wird ermöglicht werden. Der Zugangslink wird in Kürze hier verfügbar sein.

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Den Jutta-Held-Preis 2026 erhält Dr. Rhea Dehn Tutosaus

Den diesjährigen Jutta-Held-Preis erhält Dr. Rhea Dehn Tutosaus (Darmstadt) für ihre Dissertation „Grenzquerende Verbindungen: Ästhetiken der Körper, Bewegungen und Grenzerfahrungen in der zeitgenössischen Kunst“. Einen kurzen Einblick in die Thematik finden Sie auf der Website des ZI.

Die Preisvergabe findet am Mittwoch, 15.07.2026, um 18:15 Uhr am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. statt. Den Festvortrag hält Dr. Kathrin Rottmann unter dem Titel "Kunstgeschichte und Neue Rechte. Deutsch-französische Freundschaften".

Die Veranstaltung wird parallel via Zoom übertragen. Die Anmeldung zum Online-Meeting sowie mehr Informationen zum Vortrag finden Sie auf der Website des ZI.

Der internationale Förderpreis wird jährlich von dem Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München für herausragende kunsthistorische Forschungsarbeiten mit gesellschaftspolitischer Perspektive vergeben. Gestiftet wird der Preis von der Stiftung Kritische Kunst- und Kulturwissenschaften.
Mehr Information zum seit 2021 verliehenen Jutta-Held-Preis finden Sie ebenfalls auf der Website des ZI.

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Digitaler Book Launch des neuens Bandes "Die (Ent-)politisierung der Kunstwissenschaft. Marxistische Traditionslinien seit 1968"

Herzliche Einladung zum digitalen Book Launch des neuen Jahrbuchs Die (Ent-)politisierung der Kunstwissenschaft. Marxistische Traditionslinien seit 1968.

Termin: Montag, den 26. Januar 2026, 13 bis 14 Uhr

Zoom-Link: nicht mehr verfügbar

Ablauf: Martin Papenbrock wird als Ko-Herausgeber der Buchreihe die Veranstaltung eröffnen. Anschließend stellen die Herausgeber:innen Entstehung, Konzept und den Umfang des Bandes vor. Darauf folgt eine offene Diskussion, zu der ihr als Autor:innen des Bandes besonders herzlich eingeladen seid. Je nach Bedarf wird die Veranstaltung in Deutscher oder Englischer Sprache stattfinden.

Die Veranstaltung darf gerne geteilt werden.

Die Inhaltsübersicht des Jahrbuches finden Sie in der Rubrik Jahrbuch.

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