Willkommen bei der Guernica-Gesellschaft

   

Geschichte - Aufgaben - Ziele

Die Guernica-Gesellschaft wurde 1985 mit dem Ziel gegründet, zur Erforschung der antifaschistischen Kunst und Antikriegskunst beizutragen. Die wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich zu Beginn auf die Dokumentation der oppositionellen Kunst der 1930er und 1940er Jahre in Deutschland. Als Ergebnis dieser Arbeit liegt eine umfangreiche Datenbank zu den in dieser Zeit verfolgten und emigrierten Künstlern und der Rezeption ihrer Werke nach 1945 vor.

Inzwischen werden nicht mehr nur die Zeugnisse der Opposition gegen den Faschismus dokumentiert, sondern die künstlerischen Verhältnisse unter den Bedingungen des Nationalsozialismus und des europäischen Faschismus in all ihren Erscheinungsformen in den Blick genommen. In erweiterter Perspektive geht es um die Erforschung der politischen Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit veranstaltet die Guernica-Gesellschaft kulturpolitische Diskussionen, Vortragsreihen, Tagungen und Kongresse. Die Arbeitsergebnisse werden seit 1989 in einer eigenen Schriftenreihe publiziert. Seit 1999 gibt es das Jahrbuch "Kunst und Politik".

Aktuelle Information

Jutta-Held-Preis 2021 verliehen

Der erstmals 2021 gestiftete Preis erinnert an die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Jutta Held (1933-2007), eine der ersten Universitätsprofessorinnen ihres Faches und Gründerin der Guernica-Gesellschaft. Er würdigt ihr Engagement für eine sozial- und gendergeschichtlich orientierte Kunst- und Kulturwissenschaft. Ziel der Preisvergabe ist die Förderung kritischer Ansätze in der Kunstgeschichte im Sinne von Jutta Held.

Ausgezeichnet wird eine Forschungsarbeit (Dissertation, Masterarbeit, Publikation), deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Der Preis wird an eine/einen Graduierte/n vergeben und besteht in einem dreimonatigen Forschungsstipendium am Zentralinstitut für Kunstgeschichte. Das Stipendium ist mit insgesamt 6.000 € dotiert. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Fachkommission.

Erste Preisträgerin 2021 ist Jo Ziebritzki, M.A., für ihre Publikation Stella Kramrisch. Kunsthistorikerin zwischen Europa und Indien. Ein Beitrag zur Depatriarchalisierung der Kunstgeschichte. Jo Ziebritzki ist Doktorandin im Graduiertenprogramm des Heidelberg Centre for Transcultural Studies. Sie ist Gründungsmitglied des DFG-Netzwerks »Wege – Methoden – Kritiken: Kunsthistorikerinnen 1880–1970« und der gleichnamigen AG am Ulmer Verein. Von 2013 bis 2017 war sie Mitherausgeberin und Teamleiterin von »Reciprocal Turn, Plattform für Kunsttheorie und künstlerische Praxis« sowie Mitglied des »Feministischen Arbeitskollektivs Karlsruhe (FAK)«. Kunstwissenschaft, Philosophie und Ausstellungsdesign hat sie in Karlsruhe und Berlin studiert.

Aus Anlass der digitalen Preisvergabe am 1.12.2021 hielt Martin Papenbrock den Festvortrag über Kunst und Politik. Jutta Held und die Kunstgeschichte nach 1968. Der Vortrag wurde aufgezeichnet und steht nun auf YouTube zur Verfügung. 

Zum Festvortrag gelangen Sie hier

Informationen zum Festvortrag finden Sie hier

Informationen zum Preis auf den Seiten des Zentralinstituts für Kunstgeschichte finden Sie hier

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