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Kritische Selbstverständnisse. Ein Podium zum Stand der Kunstwissenschaft
Herzliche Einladung zur Buchvorstellung an der Akademie der bildenden Künste Wien am 12.11.2026
Herzliche Einladung zur Buchvorstellung an der Akademie der bildenden Künste Wien
Termin: 12.11.2026, 18 Uhr (ct) bis 19:30 Uhr
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz, Mezzanin, M13a
Mit Sebastian Hammerschmidt, Isabelle Lindermann, Lotte Püttmann, Thorsten Schneider, Ruth Sonderegger.
Moderation tba
Wie politisch sind Kunstwissenschaft und Kunsttheorie? Was genau bedeutet dies im Selbstverständnis einer kritischen Wissenschaft? Und wie zeigt sich die politische Haltung von Forscher*innen und akademischen Lehrer*innen in ihrer Praxis?
Das Jahrbuch Kunst und Politik der Guernica-Gesellschaft mit dem Schwerpunkt: "Die (Ent-)Politisierung der Kunstwissenschaft" (Bd 27/2025) fragte nach deren marxistischen Traditions- und Fluchtlinien seit 1968. Der Band versammelt Positionen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Kontexten, Arbeitsverhältnissen und Forschungsperspektiven, die das Interesse an einer theoretisch fundierten, politisch motivierten und kritisch intervenierenden Kunstwissenschaft- und theorie eint. Die Herausgeber:innen unterstreichen die Notwendigkeit, über den heute „fast schon unvermeidlichen Konsens“ selbst mit aller Gewissheit politisch zu sein, hinauszugehen, um dies nicht „zum reinen Lippenbekenntnis werden zu lassen“. Es geht darum, nach dem aktuellen politischen Potenzial dieses Selbstverständnisses zu fragen und es für kritische Gegenwartsdiagnosen zu nutzen.
Das Buch Ideologiekritik der Kunstgeschichte. Genealogie eines Selbstverständnisses nach 1968 zeichnet die institutionellen und gesellschaftlichen Relationen, Wissensordnungen, Sprecher:innenpositionen, Aussagemodalitäten und Handlungsoptionen, die im Nachkriegskontext der BRD (und Ansatzweise Österreichs) zum Selbstverständnis dieser kritischen Wissenschaft führten. So wird das Ringen um ein kritisches Selbstverständnis wieder sichtbar gemacht, das bei Weitem nicht homogen und konfliktfrei ist. Auch hier wird die Pluralität wissenschaftlicher Praxis stark gemacht und auf Einwände und Reformulierungen fokussiert, um Zugänge für eine aktuelle Kritik zu öffnen, die der Entleerung des Begriffs der Kritik entgegenwirkt.
Eine Online-Teilnahme wird ermöglicht werden. Der Zugangslink wird in Kürze hier verfügbar sein.